• 39 Urbanität
  • 37 Theorie der Achsenzeit?
  • 37 Philosophieren mit Kindern
  • 36 Interkulturelle Kompetenz
  • 35 Berührungen: Zum Verhältnis von Philsoophie und Kunst
  • 34 Versöhnung und/oder Gerechtigkeit
  • 33 Zur (Ir-)Relevanz von Philosophie in interkultureller Orientierung
  • 32 Andalusien
  • 31 Heidegger interkulturell?
  • 30 Migration
  • 29 Natur
  • 28 Der arabische Frühling
  • 27 Auf der Suche nach Methoden interkulturellen Philosophierens
  • 26 Selbstkultivierung. Politik und Kritik 
im zeitgenössischen Konfuzianismus
  • 25 Das Projekt interkulturelles Philosophieren
  • 24 Übersetzen
  • 23 Geld
  • 22 Sinneskulturen
  • 21 Toleranz
  • 20 Universalismus
  • 19 Subjektivität
  • 18 Weltzivilgesellschaft
  • 17 Der arabische Frühling
  • 16 Gerechter Krieg?
  • 15 Formen des Philosophierens
  • 14 Menschenrechte
zwischen Wirtschaft, Recht und Ethik
  • 13 Biotechnologie
  • 12 Das zweite Europa
  • 10-11 Philosophie im 20. jahrhundert
  • 9 Ästhetik
  • 8 Hybridität
  • 7 Neue Ontologien
  • 6 Gerechtigkeit
  • 5 Erkenntnisquellen
  • 4 Frau und Kultur
  • 3 Andere Geschichten der Philosophie
  • 2 Kwasi Wiredus Konsensethik
  • 1 Vier Ansätze interkulturellen Philosophierens

polylog 8

2001

HYBRIDITÄT

Anke Graness & Nausikkaa Schirilla

Einleitung

Monika Fludernik

Hybridität: Theorie und Praxis

Monika Fludernik versucht zunächst, in einem kurzen etymologischen Abriss die Entstehung des Begriffs Hybridität zu erläutern, der heute so inflationär und häufig falsch verwendet wird. Um in dieses Problemfeld einzuführen ist eine gründliche Klärung des Begriffs sehr hilfreich. Der zweite Teil ihres Aufsatzes beschäftigt sich mit der Verwendung des Begriffs der Hybridität durch Bhaba, dessen Arbeiten für die heutige Verwendung des Begriffs besonders prägend waren. Detailliert schildert Fludernik die verschiedenen Arten des Gebrauchs des Begriffs in Bhabas Arbeiten und weist auf praktische Implikationen für das Studium postkolonialer Texte hin.

Claudia Gronemann

Die transmediale Strategie im filmischen Werk Assia Djebars

Dieser Beitrag wirft den Blick auf die konkreten Implikationen kolonialer und postkolonialer Situationen wirft. Die im ersten Beitrag angeführten Implikationen des Hybriditätsbegriffs können hier mühelos nachvollzogen werden, ohne dass der Begriff selbst Verwendung finden muss. In Die transmediale Strategie im filmischen Werk Assia Djebars macht uns Claudia Gronemann über die Filme Assia Djebars, Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Jahr 2000, mit dem Algerien nach den Befreiungskriegen bekannt: ein Land in dessen sozialer, historischer und sprachlicher Situation drei Kulturen/Traditionen unauflösbar miteinander verbunden sind (die arabische, berberische und französische). Diese Problemlage kulminiert in der Situation der algerischen Frau, wie Djebar in ihren Büchern vor Augen führt. Aber auch ihr filmisches Schaffen, das sicher vielen Lesern hier erstmals bekannt werden mag, legt Zeugnis ab vom Spannungsfeld des Lebens der algerischen Frau, der algerischen Intellektuellen, der französischsprachigen Schriftstellerin aus einem arabischen Land. Durch die Koppelung von Bildern, Musik, eingeblendeten Zitate oder ein Murmeln im Hintergrund entsteht ein Subtext, der die Konstitution des kolonialen Blicks enthüllt und Djebar hilft, »... auch das nicht Sichtbare, das sowohl in traditionellen wie kolonialen Diskursen Verdeckte, das, was eine Aussage oder ein Blick verschweigt, zu reflektieren.«

Nausikaa Schirilla

Können wir uns nun alle verstehen?

Kulturelle Hybridität, Interkulturalität und Differenz

In ihrem Beitrag problematisiert Nausikaa Schirilla entscheidende Unterschiede zwischen Konzeptionen kultureller Hybridität und den ihnen scheinbar verwandten Ansätzen interkulturellen Philosophierens. Dabei geht es vor allem um die Folgen einer Auffassung von Kultur als Text bei Bhabha im Hinblick auf Differenz und Dominanz. Während diese eher kritisch betrachtet wird, werden aus Bhabhas Kritik des Multikulturalismus wichtige Impulse für itnerkulturelles Philosophieren gewonnen – vor allem was die innere Vielfalt und unklaren Grenzen einzelner Kulturen betrifft.

Nestor García Canclini

Figurationen über Kulturen und Politik

Raymundo Mier, Mabel Piccini und Margarita Zires im Gespräch mit Nestor García Canclini

Eine weitere Perspektive eröffnet der Text von und mit einem weiterem Urheber des Hybriditätsbegriffes, nämlich García Nestor Canclini. Der Sozialwissenschaftler und Philosoph führt den Hybriditätsbegriff ein, um den Konstruktionscharakter abgegrenzter Kulturen oder Kommunikationsmedien zu überwinden. Er verfolgt hiermit eine transdisziplinär ausgerichtete wissenschaftskritische Stoßrichtung. Zugleich gilt die für Lateinamerika und seine Moderne so typische Mischungsstruktur als Prototyp einer neuen Epistemologie, die kreative und vielfältige Formen des Umgangs in der Welt und der Wissenschaft (der Forscher als karnevalesker Praktikant) eröffnet. Was Canclini im Gegensatz zu vielen Lacanianern so sympathisch macht, ist seine Anerkennung der Unentbehrlichkeit des Symbolischen – es wird wegen seiner Ambiguität nicht als Schein enttarnt, sondern in seiner Vielschichtigkeit rehabilitiert.

FORUM

Wolfgang Tomaschitz

Die Leiber des Ganzen

Buddhistische Grundbegriffe bei Herbert v. Guenther

KULTURTHEMA

Eske Wollrad

Der Weißheit letzter Schluss - Zur Dekonstruktion von "Weißsein"

REZENSIONEN UND BUCHTIPPS