• 39 Urbanität
  • 37 Theorie der Achsenzeit?
  • 37 Philosophieren mit Kindern
  • 36 Interkulturelle Kompetenz
  • 35 Berührungen: Zum Verhältnis von Philsoophie und Kunst
  • 34 Versöhnung und/oder Gerechtigkeit
  • 33 Zur (Ir-)Relevanz von Philosophie in interkultureller Orientierung
  • 32 Andalusien
  • 31 Heidegger interkulturell?
  • 30 Migration
  • 29 Natur
  • 28 Der arabische Frühling
  • 27 Auf der Suche nach Methoden interkulturellen Philosophierens
  • 26 Selbstkultivierung. Politik und Kritik 
im zeitgenössischen Konfuzianismus
  • 25 Das Projekt interkulturelles Philosophieren
  • 24 Übersetzen
  • 23 Geld
  • 22 Sinneskulturen
  • 21 Toleranz
  • 20 Universalismus
  • 19 Subjektivität
  • 18 Weltzivilgesellschaft
  • 17 Der arabische Frühling
  • 16 Gerechter Krieg?
  • 15 Formen des Philosophierens
  • 14 Menschenrechte
zwischen Wirtschaft, Recht und Ethik
  • 13 Biotechnologie
  • 12 Das zweite Europa
  • 10-11 Philosophie im 20. jahrhundert
  • 9 Ästhetik
  • 8 Hybridität
  • 7 Neue Ontologien
  • 6 Gerechtigkeit
  • 5 Erkenntnisquellen
  • 4 Frau und Kultur
  • 3 Andere Geschichten der Philosophie
  • 2 Kwasi Wiredus Konsensethik
  • 1 Vier Ansätze interkulturellen Philosophierens

polylog 30

Winter 2013

Migration

Bianca Boteva-Richter &
Nausikaa Schirilla

Einleitung

Arash Abizadeh

Geschlossene Grenzen, Menschenrechte und demokratische Legitimation 

Der Beitrag von Arash Abizadeh rekapituliert die Debatte in der politischen Philosophie zu offenen Grenzen. Abizadeh stellt das Für und Wider der offenen Grenzen in der liberalen Diskussion dar, die einerseits auf den Wert der Bewegungsfreiheit und auf die der Gerechtigkeit Bezug nimmt. Er ergänzt diese Debatte um eine demokratietheoretische Perspektive und fragt, ob es für demokratische Regimes vertretbar sei, diejenigen, die,  von der Abschottung der Grenzen betroffen sind, aus der Mitsprache über Grenzpolitik auszuschließen.

Uchenna Okeja

Migration und globale Gerechtigkeit: Afrikanische Sichtweisen

Uchenna Okeja nimmt Bezug zur Debatte um globale Gerechtigkeit aus einer afrikanischen Perspektive. Im Rekurs auf ethnologische und historische Studien rekonstruiert er Positionen zu Migration in afrikanischen Gesellschaften und fragt nach deren Relevanz für die globale Ebene. Als Fazit fordert er, die Gerechtigkeitsdebatte um die Frage der internationalen Machtverteilung zu ergänzen und hinterfragt damit grundlegend die aktuellen Machtverhältnissen in der globalen Welt, die überhaupt Anlass zur Gerechtigkeitsdebatte geben.

Bianca Boteva-Richter

Die Migration und das Zwischen als konstituierendes Element – Ist der globale Mensch ein ewiger Migrant?

Bianca Boteva-Richter versucht Migra­tion philosophisch zu begreifen – sie benennt eine räumliche und eine zeitliche Ebene von Migration, die in einem theoretischen Polylog von westlicher und asiatischer Methodik erklärt werden kann. Die Autorin hebt die Zeitlichkeit als wichtigen Aspekt der Migration hervor; darin begründen sich die Verknotung menschlicher Verbindungen, sowie die erfolgreiche oder erfolglose Neuverortung von Migranten. Boteva-Richter erörtert abschließend die Frage, ob wir nicht alle, in einem durch die menschlichen Verbindungen entstehenden Zwischen und in einer globalen Welt, Migranten sind.

Nobuko Adachi

Die Dynamik von Rasse und Ethnizität als Kategorisierungs- und Klassifizierungsprozess:

Benennung, Rassenzuweisung und Ethnisierung in einer japanisch-brasilianischen Kommune

Die Anthropologin Nobuko Adachi beschreibt verschiedene Perspektiven von Identitäten anhand einiger Beispiele aus dem Leben von japanischen Brasilianern, die ungewöhnliche Bezeichnungsweisen sowohl für Brasilianer als auch für Japaner haben. Hier verwischt sich Eigenes und Fremdes. Die Autorin zeigt auf, warum sich die in Brasilien lebenden Japaner mit einem anderen, offizielleren Ausdruck als die Japaner in Japan benennen und warum sie die Brasilianer, die in Brasilien leben, Fremde nennen. In diesem Beitrag sieht man, wie Sichtweisen von Identitäten wechseln und wie nichtssagend allgemeine ethnische Zuschreibungen sind. Dieser Beitrag reflektiert Zugehörigkeit und Zuschreibung und hinterfragt, wer Eigen und wer Fremd genannt werden kann.

Kien Nghi Ha

Postkoloniale Kritik und Migration

Wenn von Identitäten in der Migration die Rede ist, wird der Hybriditätsbegriff des postkolonialen Denkers Homi K. Bhabha gerne rezipiert. Dazu macht Kien Ngi Ha einige kritische Bemerkungen. Er rekapituliert postkoloniale Ansätze, insofern sie für das Thema Migration relevant sind, und zeigt die Grenzen einer oberflächlichen Übernahme von Bhabhas Hybriditätsbegriff.

Nausikaa Schirilla

Feminisierung der Migration  und zurückgelassene Kinder

Diskurskritische und ethische Aspekte

Nausikaa Schirilla besschäftigt sich mit aktuellen ethischen Fragen der Folgen von Migration. Sie rekapituliert die Debatte um Pflegemigration aus Ost- nach Westeuropa und die in Ost und West populäre Sorge um das Schicksal der durch Migration der Eltern zurückgelassenen Kinder und Älteren aus einer diskurskritischen und einer ethischen Perspektive.

Im Gespräch mit Abullahi An-Na’im

Anke Graneß und Ursula Baatz im Mai 2013

FORUM

Peter Enz

Religion und Rebellion

Ibn Khaldun und die revolutionäre Bewegung

REZENSIONEN